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Ermittlung der Akupunkturpunkte
Ermittlung der Akupunkturpunkte
Applikation von Akupunkturnadeln an den entsprechenden Punkten
Applikation von Akupunkturnadeln an den entsprechenden Punkten
Ruhephase mit Akupunkturnadeln
Ruhephase mit Akupunkturnadeln
Ohrakupunktur Dauernadeln
Applikation von Dauernadeln

Ohrakupunktur nach Dr. Nogier

Die Ohrakupunktur, auch Aurikulotherapie genannt, bedeutet das Setzen von Akupunkturnadeln in der Ohrmuschel zu therapeutischen Zwecken. Der französische Mediziner Dr. Nogier nutzte die Reflexzone des Ohres, in der alle energetischen Leitbahnen, sogenannte Meridiane, aufeinandertreffen. Bei dieser Form der Akupunktur wird eine Abbildung des Körpers auf die Ohrmuschel projiziert. Diese gleicht einem Fötus, dessen Kopf sich am Ohrläppchen befindet und dessen Füße in der Ohrmuschel liegen. Anhand dieser Anordnung besitzt jede Körperregion einen Korrespondenzpunkt innerhalb des Ohres. Erst wenn eine Zone des Körpers ihr gesundheitliches Gleichgewicht verliert, werden die Punkte in der Ohrmuschel schmerzempfindlich und reagieren auf leichten Druck und Berührung.

Wie funktioniert die Ohrakupunktur?

Werden bestimmte Stellen am Ohr beispielsweise durch Akupunkturnadeln gereizt, ist die effektive Behandlung von Störungen, Schmerzen und Erkrankungen in den entsprechenden Organen oder Körperteilen möglich. Nach einer festgelegten Strategie werden die Nadeln appliziert. Sobald sich die Akupunkturnadeln in der Ohrmuschel befinden, ruht der Patient etwa 20 bis 30 Minuten im Sitzen oder Liegen. Im Anschluss werden die Nadeln entfernt, wobei es zu geringen Nachblutungen kommen kann. Diese sind erwünscht und im Sinne eines Mikroaderlasses zu verstehen, durch den energetische Stauungen im Ohr gelöst werden. Eventuell entstehen kleine Blutergüsse an den Stellen der Nachblutung, die sich innerhalb weniger Tage zurückbilden und keiner weiteren Behandlung bedürfen. Bei schmerz- und reizempfindlichen Patienten besteht die Möglichkeit, kleine, an einem Pflaster klebende Samenkörnchen ins Ohr einzubringen. Die Körnchen bewirken einen ähnlich starken Heilimpuls und eignen sich besonders für die Behandlung von Kindern. Bei Bedarf können auch Dauernadeln im Ohr appliziert werden, um mit einem stärkeren Reiz auf das Ohr einzuwirken.

Gute Indikationen für die Ohrakupunktur sind:

  • Schmerzzustände:
    • akute, chronische, nach physischen und psychischen Traumen, nach Operationen und psychosomatische Schmerzen jeglicher Art auch und vorallem des Bewegungsapparates (z. B. Wirbelsäule)
    • Neurologische Schmerzzustände (Migräne, Trigeminusneuralgie)
  • funktionelle Störungen (Krankheiten ohne organischen Befund wie zum Beispiel: Reizmagen, Reizdarm, Reizblase)
  • vegetative und psychogene Störungen:
    • Unruhe, Nervosität, Melancholie, Angst, Lern- oder Konzentrationsstörungen, aber auch Hyperaktivität und Schlafstörungen
    • Herzkreislaufstörungen (z. B. zu hoher oder zu niedriger Blutdruck)
    • Störungen des Verdauungsapparates
  • Suchttherapie (Adipositas, Entwöhnungstherapien bei Alkohol-, Medikamentenabusus und Nikotin)
  • Allergien (Hausstaub-, Milben-, Tierhaar-, Nahrungsmittel-, Pollenallergien, allergische Lungenerkrankungen), Neurodermitis, Urtikaria (Nesselsucht)
  • Infekte und Entzündungen (Angina, Husten, Schnupfen), Stärkung der körpereigenen Abwehr
  • gynäkokologische Erkrankungen (Menstruations- oder Wechseljahresbeschwerden)
  • Beschwerden während der Schwangerschaft (Übelkeit, Erbrechen, Rückenschmerzen)
  • Probleme nach der Geburt (Brustentzündung, Milchstau, Blasenschwäche)